polymodular!
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polymodular ist poststringente artikulation des prinzips der ästhetischen gewaltlosigkeit.

formen sind zwangsjacken. die serielle musik des letzten jahrtausends hat die ultimativen konsequenzen aus dem musikalischen formwillen gezogen: maschinenmusik, exstirpation des subjektiven; die aleatorischen produktionen cage'schen schlages haben die sterne als kompositionsmaschinen genutzt oder den blinden mythos vom zufälligen und auch so das individuum umschifft und überspielt; die kulturindustrie ist selber eine maschine, die iterativen eklektizismus und musiksprachliche regression als frisch gestylte moderne den eh schon ästhetisch depravierten andrehen will.

all das sind momente des gewaltsamen, der strukturellen, weissrauschenden gewalt des abstrahierenden denkens gegen das konkrete handeln.

stil ist keine frage für uns, technische verfügung über produktivkräfte ebenfalls nicht. wir benutzen was wir bereits haben und bereits können. formen werden benutzt, vernutzt, zerstört und als zerstörte wieder inthronisiert. musikalische gewalt ist für uns nur dann legitim, wenn sie der gewalt antwortet, nicht als initiierende.

unsere teilnahme an allen formen ist eine freiwillige. wir nehmen jederzeit unser recht der sezession aus dem kanon der tradierten formen wahr, wenn es unser interesse ist oder unsere pure lust.

unser anarchismus ist nicht formlos; er ist die unverbindliche form unserer artikulation.